Mein Weg aus der Neurodermitis - Teil 1

Im August 2019 habe ich mich jung, schön und vital gefühlt. Im September 2019 hat sich alles schlagartig geändert.

Eine starke Allergiereaktion durch Pollen haben mein Immunsystem von einem Tag auf den anderen über den Haufen geworfen und ein Chaos in meinem Energiekörper, wie auch meinem physischen Körper verursacht. Eine starke Neurodermitis am ganzen Körper ist ausgebrochen und hat sich mit quälendem Juckreiz manifestiert. Die folgenden Tage, Wochen und Monate wurden zu einer traumatisierenden Zeit für mich. Genauer gesagt, zu meiner schlimmsten Zeit meines Lebens!

Morgens hatte ich Angst vor dem Tag, abends hatte ich Angst vor der Nacht. Ich erkannte mich nicht mehr im Spiegel und schämte mich vor meiner Familie. Ich fing an mich zu isolieren und suchte Abstand vor Nähe, da sich der Juckreiz bei Berührung jeglicher Art verstärkte. Unzählige schlaflose mit Juckreiz geplagten Nächte folgten (8 Monate) und haben mich fast in den Wahnsinn getrieben.

Die Medizin hat mich nicht überzeugt, da sie die Ursache nicht angegangen ist und somit zu keinem Ende führen konnte. Deshalb habe ich mich für die Naturheilmethoden und die Kinesiologie entschieden. Ich habe gespürt, dass ich meinem wahren ICH auf den Grund gehen muss, um wieder gesund zu werden.

Was das für eine schwierige Aufgabe war, konnte ich mir nicht vorstellen, denn ich dachte, ich wüsste bereits, wer ICH bin und was ICH will im Leben. Was ich allerdings übersehen habe war die Tatsache, dass mein Muster mich manipuliert und es mir schwer machte, mich für mein wahres ICH zu entscheiden. Jahrelange Sabotage hatten schwere Schäden hinterlassen und wollten sich nicht so einfach von mir trennen.

Seit ich nach einer schwierigen und perfiden Situation bei meinem ehemaligen Arbeitgeber den Ausstieg gefunden hatte und ich mich damals bereits durch die Kinesiologie Ausbildung wieder zu meinen Kräften kam, hatte ich gedacht, nun auf meine Wünsche und Träume zu hören. Doch der normale Wahnsinn des Lebens, hatte mich schon bald wieder im Griff und ich vergaß den Schmerz und auch meine Träume. Ich hatte wieder die Kraft, alle Widerstände im Leben zu kompensieren. Eine Qualität, die wir schon früh im Leben lernen und unsagbar schwer ist, wieder zu verlernen.

Der neue Aufgabenbereich bei meiner neuen Arbeitsstelle war eine Herausforderung für mich, das hatte ich von Anfang an gespürt. Ich wollte die Herausforderung annehmen und mein Potenzial erweitern. Meine Schwäche, „ich kann das nicht“ war allerdings stärker und nur für einen kurzen Zeitraum konnte ich sie überlisten. Ich war selber verwundert, wie meine Entwicklung voran ging.

Mein Herz brannte allerdings immer noch für meine Leidenschaft, der Kinesiologie. Mittlerweile hatte ich mich nebengewerblich selbständig gemacht und wünschte mir nichts sehnlicher, als viele Klienten mit dieser wundervollen Methode zu unterstützen und diese Tätigkeit Vollzeit auszuüben. Ich hatte immer mehr Mühe mit dem administrativen Job. Als ich dann diesen schrecklichen Ausschlag im Gesicht hatte, so dass ich mich schämte, wenn ich meinem Mann in die Augen sah, wusste ich, ich hatte zu lange gewartet und nicht mehr meine Wahrheit gelebt.


Ich erkannte, dass ich mir selber helfen musste, indem ich mich auf die Suche meiner Selbstliebe machte und den Weg der Komplementärmedizin suchte. Ernährungsumstellung, die Kinesiologie, Homöopathie verschiedene Meditationen und andere Techniken, sowie Yoga und Qi Gong, Bewegung in der Natur als auch Klang Therapie haben mir dabei geholfen.

Ich erlebte also in diesen Monaten auf allen Ebenen Herausforderungen, die mich selber an mein absolutes Limit gebracht haben. Meine Leidenschaft mit der Kinesiologie andere Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen, konnte ich nun an mir selber praktizieren. Sich selber zu motivieren und zuzusprechen ist allerdings nicht so einfach, wenn man sich im inneren nur noch sagen hört „ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr!“.

Ich stellte auch fest, dass es nicht einfach ist, sich selber für seine eigene Genesungsmethode zu entscheiden, wenn Ärzte und andere Leute immer auf dich einreden, dass du doch die andere Methode anwenden solltest. Es wird nicht akzeptiert, dass man eine andere Einstellung hat und sich davon abwendet, weil man selber seinen Körper spürt und fühlt, was ihm guttut und was nicht. Hier fühlt man sich dann wieder in die Enge getrieben und Verantwortungslos. Dies führt zu Schuldgefühlen und somit weg, von dir selbst, denn sobald du dich dem System wieder fügst, lebst du nicht mehr deine Wahrheit. Dies wurde mir bewusst, deshalb habe ich mich an einen Wegweiser gehalten, den ich als Impuls erhalten habe. Keine Kompromisse!

Ja, diese Krankheit wollte mir meiner Meinung nach etwas sagen und ich konnte es nur auf meine Weise herausfinden. Niemand sollte sich da in meine Entscheidungen einmischen. Also nahm ich mir vor, keine Kompromisse einzugehen. KEINE!

Ich hatte schnell erkannt, dass eine Botschaft der Krankheit meine Arbeit betrifft. Mein wahres Ich wollte sich von dieser Abhängigkeit (gutes Geld zu verdienen) befreien, dass machte sich durch mein Ekzem bemerkbar. Für mich machte es deshalb keinen Sinn, die Tätigkeit nach meiner Krankheit wieder aufzunehmen. Diese Krankheit war ein ernst zu nehmendes Zeichen. Mein Lernprozess sollte sein, mich für meine Wahrheit einzusetzen, möge es kosten was es wolle. So entschloss ich mich auch in dieser Sache keine Kompromisse einzugehen. Ich wollte mich für einen neuen Berufsweg entscheiden, etwas das ich mit Leidenschaft und Begabung machen kann, um endlich aus meinem alten Muster in meine Potenzialentfaltung zu gelangen.


Heute kann ich sagen, dass ich einen großen Schritt weitergekommen bin, dennoch habe ich noch einiges an Selbsterkenntnis zu verarbeiten. Mein offener Rücken und der Ausschlag am ganzen Körper sind bis auf die Arme und Hals/Gesicht geheilt. Es ist immer noch eine große Herausforderung, damit zu leben, dennoch bin ich sehr dankbar, mich wieder bewegen und in kleinen Schritten vorwärts schreiten zu können. Ich habe eine Zeit lang nicht mehr daran geglaubt und vergebe mir dafür!









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